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Iigfädlet: Homedress – Von Wand und Gewand

Zeughaus Teufen

 

30.4. bis 29.10.2017 – Zusammenarbeit mit Ben Stokvis: Sechzehn Maschinchen klopfen die Erinnerung nach textiler Vergangenheit ab. Diese Arbeit hat ihren Ursprung im Wettbewerb zur kollektiven Ausstellung «Iigfädlet – Ostschweizer Textilgeschichten»; gefordert war ein Konzept zur räumlichen und grafischen Verknüpfung der acht Ausstellungsorte. Unsere – zusammen mit dem Grafiker Michael Schoch – Idee, als verbindendes Element verschiedene fiktive (Textil-)Maschinen zu entwickeln, sie in den Museen zu verteilen, damit deren Sound das Projekt thematisch verknüpft und auch in der Grafik radikal mit Überlagerungen zu arbeiten, hat nicht gegriffen. Eine Bande von lärmigen kleinen Freunden geht nun jedoch in der Gruppenausstellung in Teufen ihrer Arbeit nach.

 

Holz, Gummiband, Motor, Glacéstängel.

 

Analogfoto: Ben Stokvis


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Flaggen zeigen – Die zehn Banner der Erfreulichen Universität

Kunst Halle Sankt Gallen

 

2017 – Mitarbeit an der kollaborativen Flaggen-Serie für die Erfreuliche Universität Palace plus Ausstellung:

 

Was ja die wenigsten wissen: Das Palace hat mittlerweile so etwas wie eine Kunstsammlung. Vier auf drei Meter gross sind die zehn Helgen. Gedruckt auf eine Blache hängt jeweils dienstags in der Erfreulichen Universität zwischen den Vortragenden und dem goldig-samtenen Vorhang eine Arbeit von Kunstschaffenden, die dem Palace und der Erfreulichen Uni inhaltlich und teils auch freundschaftlich verbunden sind. Alle zwei Semester wird das Sujet im Herbst ausgetauscht. Gestartet wurde die Serie 2006 mit André Butzer und ging letztes Jahr mit Jacqueline De Jong ins Jubiläumsjahr – und in die vorläufige Verschnaufpause. Dazwischen acht weitere klangvolle Namen: Michaela Mélian, Peter Kamm, Jutta Koether, Albert Oehlen, Roberto Ohrt, Andy Hope 1930, Klaudia Schifferle und Cosima von Bonin! Das passt alles gut, denn – und jetzt ist der Braten unweigerlich zu riechen – der Name der theoretischen Palacereihe greift auf Martin Kippenbergers «Erfreuliche Klasse» zurück. Es freut uns sehr, dass die Kunst Halle Sankt Gallen den zehn Bannern und der Erfreulichen Universität zum Jubiläum für zwei Wochen das Gastrecht gewährt!

 

Blache.

 

Foto: Michael Bodenmann



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Neue Dauerausstellung

Naturmuseum St.Gallen

 

2016 – Als Ge­stal­ter und Pro­jekt­lei­ter bei 2ND WEST. Gra­fik: Bivgrafik. Fachbauleitung: Baumed. aka Heinz Hafner. Lichtplanung: mati. Architektur: Armon Semadeni Architekten und Michael Meier
Marius Hug Architekten AG.

 

Bericht im Ostschweizer Kulturmagazin Saiten 11/2016:

 

Konferenz der Tiere

 

Was ist ein Naturmuseum heute, was will es sein, was kann es leisten? Erste Impressionen vom Neubau im St.Galler Osten und
Fragen an den Ausstellungsgestalter Johannes Stieger. von Peter Surber

 

Die Lust ist gross – wenigstens ein kurzer Knuff in die Magengegend… Berühren verboten, aber wann hat man schon eine Wildsau so zum Greifen nah? Im Peter und Paul konnten wir als Kinder nicht genug davon kriegen, den Frischlingen zuzuschauen – aber dazwischen war ein dicker Maschendraht. Und die Murmeltiere waren immer am Schlafen und die Gemsen kaum zu erkennen zuoberst auf dem Kunstfelsen. Der St.Galler Wildpark in Ehren, aber jetzt im neuen Naturmuseum kommt man diesen Tieren und allem anderen, was da kreucht und fleucht in der Ostschweiz, plötzlich unglaublich nahe. Das wird den Kindern gefallen. Und den Erwachsenen auch, wie sich nach einem ersten kurzen Blick erahnen lässt, während die Handwerker den Dingen den letzten Schliff geben.
Die Tiere, hunderte beziehungsweise tausende, wenn man die Insekten und Käfer und Schmetterlinge in den Ziehschubladen mitrechnet, haben sich im Hauptraum des Neubaus versammelt, rund um das Kernstück des ganzen Museums: das Relief des Kantons St.Gallen. So kunstvoll ausgestopft wie täuschend lebendig, vom Wels bis zum Adler, vom Fuchs bis zumHasen, stehen sie parat, als lege gleich die Arche Noah am Rorschacher Hafen ab. «Vom Bodensee bis zum Ringelspitz» heisst das Ausstellungsprogramm in diesem Saal. Nicht originell, aber passend. Schauen ja, berühren nein: Das gelte nur für die Tierpräparate, sagt Johannes Stieger vom Gestalterbüro 2ndwest, das für die Präsentation der Sammlung hauptverantwortlich ist. Sonst sei an den meisten Stellen im neuen Museum Anfassen ausdrücklich erwünscht. Etwa in der «Waldbibliothek» mit ihren Naturmaterialien und Duftstationen. Und erst recht im obersten Stock bei den Themenausstellungen
zur Bionik und zu Energien und Rohstoffen – von der Galerie oben wird man hinunterschauen können auf die wundersame vielhundertköpfige «Konferenz der Tiere» rund um das Kantonsrelief.

Dass diese Tiere einfach so da sind, ohne auf originell getrimmte «Inszenierung», dass das neue Museum nicht um jeden
Preis witzig in der Präsentationsform und technologisch aufgerüstet in den Mitteln sein will: Das ist eine Haltung. Johannes Stieger ist seit rundfünf Jahren, seit dem Gestaltungswettbewerb, den 2ndwest gewann, planerisch beteiligt und immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie man Natur natur- und zeitgemäss ausstellt. Die Haltung, die für das neue Museum prägend ist, könnte man in ein paar Leitüberzeugungen zusammenfassen.

 

Die erste Überzeugung heisst: Dinge zeigen statt Geschichten erzählen.

 

Viele Museen bemühten sich heute, einen «roten Faden» oder modern gesagt: ein Narrativ zu finden und ihr Publikum damit an der Hand zu nehmen. Das St.Galler Naturmuseum zählt dagegen darauf, dass die Objekte selber interessant genug sind – und damit die Eigenfantasie der Besucherinnen und Besucher in Gang setzen. «Wir erzählen keine Geschichten; auch deshalb, weil sich Geschichten im Museum relativ rasch abnutzen», sagt Johannes Stieger. Es gebe genug Eventisierung in dieser Welt, gerade auch im Leben von Kindern und Jugendlichen.

 

Die zweite Überzeugung heisst: Hightech soll sparsam eingesetzt sein. Und wenn, dann richtig.

 

Beispielhaft dafür sind die Fernrohre, durch die man, wie an richtigen Aussichtspunkten in der Landschaft, aufs Relief schauen kann und Videos zu Einzelthemen eingespielt bekommt – zum Trinkwasser etwa, zum Säntiswetter oder zu den unterschiedlichen regionalen Lebensräumen. Die ausgetüftelte Technik, die es dafür braucht, bleibt aber eher die Ausnahme als die Regel. Oben im Raum der Ressourcen wird man dann allerdings in die Vollen gehen beziehungsweise in die Pedale steigen können. Und herausfinden, wieviel Trampelenergie es braucht, um zum Beispiel eine Bohrmaschine zum Laufen zu bringen. Der Bionikraum werde als eigentliches Arbeitslabor gestaltet, eine Einladung insbesondere an Schulklassen, der Natur über die Schulter zu schauen und ihr ihre Geheimnisse experimentell abzuluchsen. A propos Luchs: Auch der fehlt natürlich nicht in der Konferenz der Tiere.

 

Die dritte Überzeugung heisst: Ehret das Handwerk.

 

Was an Informationen zu den einzelnenAusstellungsthemen vermittelt werden soll, findet man zum einen in Grossschrift an der Wand, zum andern auf simpel umklappbaren, soliden Schrifttafeln, die zusammen mit den Ausstellungsgrafikerinnen vom Zürcher Büro Bivgrafik entwickelt wurden. Auch das Relief ist eine (unfassbar detailreiche) Handwerksarbeit; praktisch jedes Haus findet man als roten Punkt darauf. Von Hand aufgemalt wurde ebenfalls dasWandbild im Hauptsaal. Schlussendlich, sagt Johannes Stieger, lebt eine so umfassende Grossaufgabe wie der Bau und die Einrichtung eines neuen Museums von unzähligen grösseren und kleineren Handgriffen und Handwerkskünsten der beteiligten Fachleute. Das soll man als Besucherin und Besucher auch spüren. Und würdigen.

 

Die vierte Überzeugung lautet: Ein Museum ist eine moralische Anstalt.

 

Im langgezogenen Saal «Leben im Wandel» spult sich die Erdgeschichte vom Urknall bis heute im Zeitraffer ab, mittendrin die Dinosaurier, ganz am Ende ein Autopneu, ein Presslufthammer und andere typische Dinge, pfiffig rot angemalt. Rot ist auch die Leuchtschrift, auf der die Zeit läuft und läuft und läuft. Ein Museum, sagt Johannes Stieger, ist wesentlich ein Ort des Bewahrens, der Stabilität und der Vermittlung von Wissen und Gewissheiten – aber es blendet auch die Gefährdungen und die Vergänglichkeit nicht aus. Das Museum als Wunderkammer: So waren einst die Sammlungen zusammengekommen, die Ausstellungswand unten im Foyer erinnert daran. Oben aber zeigt das Museum sein modernes Gesicht: als Ort des Lernens, der Reflexion, auch der Irritation und der Emanzipation.

 

Die fünfte Überzeugung lautet: Ein Museum darf auch poetisch sein.

 

Über der Treppe im Foyer fliegt ein Schwarm Tauben auf. Im erdgeschichtlichen Saal sind es Krähen, die sich über den Köpfen fast unheimlich zusammenrotten. Grafische Wegweiser sind Schwalben. Und vor den Fenstern tschilpen die Spatzen. Die Vögel, uralte Orakeltiere, werden die Besucherinnen und Besucher begleiten und ihre Fantasie beflügeln. Berühren verboten – aber sich berühren lassen von der Intelligenz und der Poesie der Ausstellung: Das passiert in diesem neuen Museum.

 

Fotos: Michael Bodenmann

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Signaletik

Hallenbad Bucholz Uster

 

Mitentwicklung Konzept und Hardware: Stech-, Hänge- und Wechselschilder. Als Ge­stal­ter bei 2ND WEST. Gra­fik: TGG.

 

Foto: Till Forrer

 


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Fast Fashion

Textilmusuem St.Gallen

 

26. Oktober bis 5. Juni 2017 – Die Sonderausstellung wirft einen schmerzhaften Blick auf die Modekonusm-Welt auf der einen und die Produktionsrealität auf der anderen Seite. Der Inhalt wurde vom Gewerbemuseum Hamburg erarbeitet und von Urusla Karbacher modifiziert. Die Gestaltung stammt vom Studio Experimentelles Design der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und der Kooperative für Darstellungspolitik. Das Publikum geht den Weg der Mode: Mittels schematisch dargestelltem Laufsteg, Fotostudio, Plakatwand, Schaufenster und Shop wurden die Themen gegliedert. Wir – Michael Schoch bei der Ausstellungsgrafik – haben die Ausstellung den St.Galler Voraussetzungen angepasst, wo es räumlich und finanziell notwendig war, umgestaltet. Dazu kommt eine dreidimensionale Installation mit Witzen von Ruedi Widmer. Wir betreuten auch die Produktion und den Aufbau.

 

Stahl, MDF, Fichte, Glas, Vorhang, Vinyl, Beamer, Screens.

 

Foto: Jürg Zürcher

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Sprache der Götter

Kantonsbibliothek Vadiana

 

31. Oktober bis 2. Dezember 2016 – Darauf aufmerksam gemacht, ist die Dichte und Qualität griechischer, meist in Stein gehauener Mythenfiguren frappant im St.Galler Stadtbild. Clemens Müller hat dazu ein Fotobüchlein herausgegeben und zu allen Figuren liebevoll-witzige Texte geschrieben. Die Ausstellung zum Buch stellt die Figuren vor und verlinkt dieses Kapitel der St.Galler Architekturgeschichte mit dem tollen Buchbestand der Kantonsbibliothek Vadiana. Die Ausstellungsgestaltung fokussiert aufs Material und soll zudem zum Herumwandeln und Bewegen animieren, am liebsten mit hinter dem Rücken verschränkten Händen. Die Götter werden auf Säulen, die Fabelwesen im Labyrinth und die Musen auf zwei Friesen thematisiert. Die Grafik ist von Michi Schoch.

 

Graukarton, Fichte, Styropor.

 

bildschirmfoto-2016-08-26-um-16-09-14


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Dokustation fürs «Heimspiel 2015»

Projektraum Nextex St.Gallen

 

2015/16 – Sichtbar und gleichberechtigt reihen sich die Cover der gut 450 Eingaben für die alldreijährliche Schau des Ostschweizer Kunstschaffens aneinander (Ausstellungsorte: Kunst Halle und Kunstmuseum, St.Gallen, Kunstmuseum und Kunstraum Engländerbau, Vaduz). Die Hocker funktionieren wie Bibliothekstreppen; sie werden geräuschvoll durch den Raum geschoben. Mittels der Hocker steigt man über zwei Stufen in die Höhe zu den Eingaben und setzt sich auf das Wabenkartonpolster, um die Dokus zu lesen oder ein Bier zu trinken. Es ist keine kontemplative Lesestube: Durch die Bewegungen / Geräusche der Möbel und der Lesenden verändert sich der Raum ständig. Die pergolartige Struktur füllt das Nextex, lässt aber genug Raum für Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit Ueli Frischknecht.

 

Wabenkarton, Fichte, Lasur, KünstlerInnen-Dokus.

 

Foto: Stefan Rohner


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Grubenmann-Museum

Zeughaus Teufen

 

2015 – Das Grubenmann-Museum gehört für den Heimatschutz zu den «schönsten Schweizer Museen».

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Ausgezeichnet!

Kul­tur­raum Kan­ton St.Gal­len

 

2015 – Tisch und Kabinett für die Ausstellung «Ausgezeichnet! Werkbeiträge Kanton St.Gallen». In Zusammenarbeit mit Ueli Frischknecht. Der Tisch erweitert die Mittelholzer-Bänke zum kompletten Set. Plus kuratorische Mitarbeit.

 

Fichte, MDF.

 

Foto: Jiří Makovec

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Ausgezeichnet!

Kul­tur­raum Kan­ton St.Gal­len

 

2015 – Tisch und Kabinett für die Ausstellung «Ausgezeichnet! Werkbeiträge Kanton St.Gallen». In Zusammenarbeit mit Ueli Frischknecht. Der Tisch erweitert die Mittelholzer-Bänke zum kompletten Set. Plus kuratorische Mitarbeit.

 

Fichte.

 

Foto: Ueli Frischknecht


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Illustration einer Umnutzung

 

2015 – Zeichnungen zur Vermittlung einer möglichen Umnutzung der Kirche St.Mangen. Im Auftrag des Grafikbüros TGG.



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Modell Mittelholzer – Die Afrikaflüge als Anlass

Kulturraum Kanton St.Gallen

 

2015 – Eine zusammen mit dem Zimmermann und Architekten Ueli Frischknecht ausgearbeitete Stützkonstruktion hält den Inhalt zusammen. Auf Fichte gedruckter Text und auf Aluminiumbleche gedruckte Fotos – Grafik und Mitkonzeption am Ganzen Michael Schoch – ergeben in einer Art dreidimensionaler Petersburger-Hängung aus der Ferne ein freundliches Wimmelbild. Aus der Nähe ist die Konstruktion zwar weiterhin freundlich, es verdichten sich aber Inhalt (Wolfi Steiger und Kaspar Surber) und Details zu drei Themen mit Untergruppen. Die Hängung erlaubt ein selektives Herantasten an die an Walter Mittelholzers Arbeit gekoppelten Themen wie Luftfotografie, kolonialer Blick und Massenmedien. Eine lockere Laborsituation, die Raum zum Weiterdenken schaffen soll: Die Tafeln könnten umgehängt, entfernt und erweitert werden, denn das Modell Mittelholzer ist noch nicht komplett. Die Bilder überlagern sich je nach Blickwinkel und nehmen in wechselndem Zusammenhang Bezug aufeinander. Es ist eine Auslage, keine in Stein gemeisselte Behauptung. Die Wände des Kulturraums sind leer, zwischen ihnen und dem Gestell greifen Arbeiten der Kunstschaffenden Beni Bischof, Karin Karinna Bühler, Axel Heil/John Isaacs, Roman Signer und Costa Vece den Inhalt auf, erweitern und stützen ihn.

 

Fichte, Aluminium, Fahnen, Acrylglas.

 

Kritik von «Saiten»

 

Fotos: Michael Bodenmann



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Bienen-Ausstellungen

Bündner Naturmuseum Chur, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

 

Sommer 2015 – Zwei parallele Ausstellungen zur Biene; bei der Wanderausstellung stehen die Wildbienen im Zentrum (Chur), bei der Sonderausstellung die Honigbiene und kulturhistorische Aspekte (Schaffhausen). Die beiden Ausstellungen unterscheiden sich formal grundlegend aufgrund räumlicher, inhaltlicher und finanzieller Voraussetzungen. Sie haben jedoch dieselbe Eigenschaft, dass die Inhalte nicht offen zum Konsum vor einem liegen, sie vielmehr zusammengesammelt werden, teils gar gesucht werden müssen. In der Churer Wanderausstellung lotsen einen  Öffnungen in den Holzwollplatten-Möbel durch das Thema. In Schaffhausen werden die aus ihrer ursprünglichen Verwendung gelösten und einfach manipulierten Museumswände zur Ausstellungsarchitektur (mit über 12’200 BesucherInnen ist die Ausstellung in Schaffhausen «die erfolgreichste naturkundliche Ausstellung in der Geschichte des Museums»).

 

Konzept (Chur, Schaffhausen) und Gestaltung / Pro­jekt­lei­tung (Schaffhausen) bei 2ND WEST. Gra­fik: TGG.

 

 

chur

Bienen_2


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Ferdinand Gehr

Jung Rhy Altstätten

 

2014 – Ecke über Ferdinand Gehrs Leben in der retrospektiven Ausstellung der Museumsgesellschaft Altstätten. Blumen aus seinem Garten, von seiner Tochter Franziska geschnitten und gerichtet, komplettieren die Auslegeordnung und verweisen auf die in der Nähe gehängten Aquarelle. Eine Fotoreportage von Michael Bodenmann zeigt das Atelier- und Wohnhaus von Ferdinand Gehr im heutigen Zustand. Ausstellungsgrafik: Michael Schoch.

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Restaurant Hotel Militärkantine

 

2014 Die Signaletik, zusammen mit Michael Schoch erarbeitet, ist heterogen und geht selbstverständlich auf die (ehemalig) verschiedenen Nutzungen und Stile des Hauses ein. Architekten: Albert Pfeiffer, Rüsch + Rechsteiner, Flury + Furrer.

 

Foto: Michael Schoch


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Treppenhaus Rorschach

Bar

 

2014 – Fichte, Ahorn, Stahl.


 

 

12.01R 02 Erdgeschoss.dxf

 

zum Treppenhaus


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Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg?

Kul­tur­raum Kan­ton St.Gal­len, Zentralbibliothek Luzern, Unitobler Bern, Bibliothek Uni Fribourg, Stadtgalerie Chur

 

2013/14 – Zusammen mit dem Historiker Stefan Keller und dem Grafiker Michael Schoch wird zum 20. Todestag eine Wanderausstellung konzipiert, die zum (Wieder-)Lesen von Niklaus Meienberg anstiftet. Das Auratische und scheinbar Skandalöse spielt im Gegensatz zu Manuskripten, Texten und bis anhin nicht zugänglichem Material keine grosse Rolle. Ein zusammen mit dem Programmierer Manuel Märklin entwickeltes Druckersystem und die präzis-stabile Möblierung lassen ein vom Mythos befreites Wühlen zu. Bis zu drei Stunden am Stück wurde das Material teils studiert und fremde Leute diskutierten miteinander vor den Druckern über das Werk; das Wichtigste war aber auch im Schnelldurchlauf fassbar. Die Talks u.a. mit Dorothee Elmiger, Paul Rechsteiner und Peter Bichsel fanden an Meienbergs Schreibtisch mitten in der Ausstellung statt. Norbert Möslangs Soundinstallation und Anna Freis Plakat erweitern die Ausstellung.

 

Stahl, Fichte, Hewlett Packard, Raspberry Pi.

 

Foto: Samuel Schalch

 

 

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Treppenhaus Rorschach

Bar

 

2014 – Eine abgewinkelte Bar gliedert den verwinkelten Grundriss und arrangiert sich schlank geschnitten mit den Platzverhältnissen.

 

Fichte, Ahorn, Stahl.

 

Foto: Niklaus Reichle

 

zum Treppenhaus


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Gretlers Panoptikum

Kulturraum Kanton St.Gallen

 

2.3. bis 12.5.2013 – Die Vitrinen als Gestalter/Projektleiter 2010 bei 2ND WEST für die Ausstellung «Bücher des Lebens – Lebendige Bücher» des Stiftsarchivs entworfen.

 

Esche, Acrylglas.

 

 

Vitrine_Stiftsarchiv_1

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Gretlers Panoptikum

Kulturraum Kanton St.Gallen

 

2.3. bis 12.5.2013 – Roland Gretlers Panoptikum umfasst unzählige für die Kunst- und Sozialgeschichte wichtige Fotografien, Plakate, Dokumente und Objekte. Die Sonderausstellung, initiiert und koordiniert vom Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, zeigt viel, aber doch nur einen Bruchteil: Die labyrinthisch angelegte Architektur gliedert den Raum thematisch und lesbar, lässt aber Freiheiten zur Erweiterung und Verschiebung der Themen bis zur Eröffnung. Grafik: Michael Schoch.

 

Fichtenständer, MDF, Acrylglas.

 

Foto: Michael Bodenmann


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Gretlers Panoptikum

Kulturraum Kanton St.Gallen

 

2.3. bis 12.5.2013 – Roland Gretlers Panoptikum umfasst unzählige für die Kunst- und Sozialgeschichte wichtige Fotografien, Plakate, Dokumente und Objekte. Die Sonderausstellung, initiiert und koordiniert vom Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, zeigt viel, aber doch nur einen Bruchteil: Die labyrinthisch angelegte Architektur gliedert den Raum thematisch und lesbar, lässt aber Freiheiten zur Erweiterung und Verschiebung der Themen bis zur Eröffnung.

 

Fich­ten­stän­der, MDF, Acryl­glas.

 

Foto: Michael Bodenmann


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Aussicht auf das Schlachtfeld —

Museum Prestegg Altstätten

 

22.9. bis 30.11.2012 / 1.4. bis 31.5.2013 – Aus der in oranges Licht getauchten Sammlung des Historischen Museums von Altstätten leuchten für die Sonderausstellung ausgewählte Objekte heraus. Die Gestelle referenzieren auf verschiedene im Haus vorhandene Möbel und tragen die Taschenlampen. In Zusammenarbeit mit den GrafikerInnen Carol Pfenninger und Michael Schoch.

 

Esche, Taschenlampen.

 

Foto: Robert Gander

 

zum «Tagblatt»-Bericht

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Palace St.Gallen

Bar

 

2006 — Eine lange Bar, die in zwei Richtungen funktioniert; zum einen Richtung BarkeeperIn und zum anderen, mit den Rücken angelehnt, zur Bühne. Sie fügt sich als Bindeglied und nicht als raumtrennendes Möbel in Moritz «Moses» Hausers  Haus aus dem Jahr 1924 ein. Zusammenarbeit mit Ronnie Ambauen.

 

Foto: Michael Bodenmann

 

zum Palace


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Grubenmann-Museum

Zeughaus Teufen

 

2012 — Als Gestalter und Projektleiter bei 2ND WEST. Grafik: TGG. Interview-Auszug aus der «Tüüfner Poscht»:

 

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher im neuen Grubenmannmuseum?

 

Michael Thurnherr/Johannes Stieger: Kurz gesagt werden sie in die Welt der Grubenmanns mitgenommen: Deren Familiengeschichte, den historischen und geografischen Kontext, die eindrücklichen Konstruktionen und Bauten – und zugleich wird anhand von Plänen, Filmen, Hörstationen, Bildern und zahlreichen anderen Artefakten das Zimmermannshandwerk erklärt und immer wieder der Bogen in die Gegenwart geschlagen. Nebst dem musealen Teil in der «begehbaren Vitrine» wird auch der künftigen Forschung Platz eingeräumt; es wird ein Schaulager, eine Bibliothek, Arbeitsplätze, ein kleines Kino und Raum für Museumspädagogik geben: Im Dachgeschoss wird also auch geforscht, diskutiert und mit Kleinst-Ausstellungen kann der Fokus wechselnd auf Details gerichtet werden. Mit dem Baukörper werden für dies alles Zonen geschaffen. Das Publikum wird aber auch selber Teil der Ausstellung, in dem es eine Art Bühne betritt, hinter Wänden verschwindet und wieder hervorkommt. Durch die Leichtbauplatten und die Kunstfertigkeit der Handwerker wird der Inhalt der Ausstellung auch in der Architektur (be-)greifbar. Und nicht zuletzt wird durch perfekte Oberflächen und präzise Durchdringungen die Einzigartigkeit des Dachstockes hervorgehoben.

 

Die Konstruktion des Dachstuhls erinnert sehr an die Grubenmannsche Baumeisterkunst. Ist das ein Vorteil für die Präsentation des Werkes?

 

Ja, dadurch können vor Ort statische und bautechnische Prinzipien eins zu eins erläutert werden. Das Publikum befindet sich mitten in der Geschichte. Andererseits stellt einen dieser Raum natürlich auch vor Herausforderungen – durch statische Zwänge und die Forderungen der Feuerpolizei beispielsweise. Durch die thematischen Vorgaben der Ausstellung waren wir gezwungen, den durch die Nische stark gegliederten Raum neu zu organisieren, daraus folgt auch die Konzentration auf die Mitte. Im gesamten Haus wurde Wert auf hochwertigste Instandstellung gelegt, dadurch verschwanden viele Spuren der jüngeren Vergangenheit. Mit einem wachen Blick können aber einige Zeichen aufgespürt werden. – Und nun kann sich neue Patina ansetzen …

 

Dendroplatten, Fichtenbalken, Tapete.

 

Foto: Christian Schwager

 

Auszeichnung: Publikation in «Die schönsten Schweizer Museen»